Ein bisschen Sch(w)und ist immer...

Was Schwund ist, wissen wir alle: Vorher hat man viel, nachher weniger.
Ökonomen berechnen den Kaufkraftschwund, und manch einer erlebt ihn hautnah im Supermarkt: wenn der Einkaufswagen bei identischem Ausgabeverhalten längst nicht mehr so voll ist wie früher. Mit einem Spruch wie “Ein bisschen Schwund ist immer” lassen wir uns natürlich gerne trösten. Wie so mancher Untersuchungsausschuss auch, wenn er feststellen musste, dass plötzlich wichtige Akten nicht mehr da waren, wenn ein bekannter Politiker Stellung nehmen sollte.

Das kann doch jedem von uns mal passieren. Manche Dinge verschwinden eben. Gerade noch haben Sie die Fernbedienung in der Hand gehabt, und auf einmal ist sie weg. Unauffindbar.

Nun hat eine Berliner Firma auf der CeBit ein System namens Findentity vorgestellt, dass zum Beispiel verlorene Akten aufspürt. Dazu wird jedes wichtige Papier mit einem briefmarkengroßen Sender beklebt, der dem Computer jederzeit seinen Standort meldet. Bislang hat aber noch kein Polit-Promi Interesse dafür bekundet. Böse Zungen behaupten ja, verlorene Akten seien häufig bei der Herstellung von Schmierstoffen verfeuert worden. Aber vielleicht taugt dieses System ja auch für die kirchliche Verwaltung als Problemlöser. Sie wissen ja, wie das LKA (Landeskirchenamt) im kirchlichen Volksmund auch genannt wird: Lange Keine Antwort!

Quer durch alle Bildungseinrichtungen geht erstaunlich vielen jungen Menschen die Puste aus. Sie lassen Schule, Ausbildung oder Studium sausen und verzichten auf den Abschluss. Das zeigt eine neue Statistik des Instituts der Deutschen Wirtschaft. Hohe Kosten und miserable Zukunftsaussichten seien die Hauptgründe. Da kommt die Studiengebühr gerade recht: Armut muss bestraft werden! Und wenn sich doch noch jemand beschweren sollte, sagen Sie einfach: Ein bisschen Schwund ist immer.

Unser Jubiläums-Programm:

“Ein bisschen Sch(w)und ist immer”

Am 17. November 1985 servierte die Junge Gemeinde der Düsseldorfer Lutherkirche ein Kabarettprogramm, um den traditionellen Friedenstag (am Volkstrauertag) einen neuen Impuls zu verleihen. An ein festes Ensemble dachte damals noch keiner. Zwölf Darsteller, acht Statisten, ein Pianist, ein Regisseur (der am 22. November 2000 verstorbene Peter Thomas Heydrich) und zwei Techniker tobten sich auf der Bühne des Gemeindesaales aus. “Aber bitte mit Sahne” lautete der Titel. Heute, über 20 Jahre danach, umfasst die Gruppe noch gerade mal sieben Personen. Wie schon gesagt: Ein bisschen Schwund ist immer. Schwund ist die eine Seite. Nun stelle man sich vor, im Supermarkt passiere das Gegenteil. Da kommt jemand mit vollem Portemonnaie in den Laden, kauft ein, und nachher hat er mehr Geld als früher - nein, dieses Bild ist absurd und hat seine Grenzen. Und dennoch passt es zu den LutherRatten: die Zahl der Mitwirkenden sank, die Zahl der Programme mehrte sich. Die gespielten und nicht gespielten Sketche und Lieder füllen inzwischen viele Aktenordner. Und so hießen unsere Programme der letzten zwanzig Jahre:

Aber bitte mit Sahne (1985)
Von der Frechheit eines Christenmenschen (1986)
Düsseldorfer Senf für Frankfurter Würstchen (1987)
(Kirchentagsprogramm)
Alles hat ein Ende, nur die Lust hat zwei (1988)
Quo Vadis (1989)
Auf Grund gesetz(t) (1991)
Ein feste Burg ist unser Spott (1993)
L(M)acht kaputt, was euch kaputt macht (1996)
Denn sie wissen, was sie glauben (2001)
Die Steuerzangenbowle (2003)
Ein bisschen Sch(w)und ist immer (2006)
(Jubiläumsprogramm)

Bekannte und beliebte Fernsehsendungen erfuhren in den Programmen der LutherRatten eine satirische Nachbehandlung.

Peter Ustinovs unvergessenes Historien-Spektakel “Quo Vadis” war Namenspatron für ein ganzes Programm bei uns (1989).

Billy Wilders Komödie “Manche mögens heiß” (mit Marilyn Monroe, die 2006 achtzig Jahre alt geworden wäre!) wurde auf unserer Bühne zu “Manche mögens weiß” umgedeutet. Auch das Raumschiff Enterprise flog durch unser Programm - als “Alarmstufe lila”.

Aber keine Sendung löste derart viele Diskussionen aus und warf dermaßen viele Fragen auf wie der Kult-Klassiker “Tutti Frutti” mit Hugo Egon Balder. Da ist zum Beispiel die bis heute ungelöste Frage nach den Länderpunkten und den Regeln der Strip-Show. Markenzeichen der Show waren die bunt wie spärlich bekleideten Mädchen, die sich nach der Wahl der Kandidaten zwischen den Spielen auszogen - für Länderpunkte! Vor 15 Jahren gab es Tutti Frutti auch bei uns - allerdings zu leicht veränderten Konditionen und mit neuen Texten. (Kann man im LutherRatten-Buch alles nachlesen!!)

Klimbim erblickte elf Jahre, bevor Horst Jüssen 2004 mit den Stars der legendären Fernseh-Serie auf Theater-Tournee ging, bei den LutherRatten eine Wieder-Auferstehung bei “Ein feste Burg ist unser Spott”. Natürlich nicht alle Folgen. Ein bisschen Schwund ist immer.

Auszüge aus unseren Programmen der letzten 20 Jahre kann man im LutherRatten-Buch “Denn sie wissen nicht, was sie glauben” lesen. Oder hören - auf unseren beiden CD’s. Außerhalb der Vorstellungen kann man sich solche “Fan-Artikel” schicken lassen. Ein “muss” für jeden Kabarett-Freund!

Jürgen Erdmann


Das Ensemble


Andreas Beaugrand, Flemming Erdmann, Jürgen Erdmann, Daniel Hoefer, Cordula Scherf, Jürgen Weller und Reiner Winzen hoffen auf Ihr zahlreiches Erscheinen.


Telefonische Vorbestellung unter folgenden Rufnummern:

0211-342273 (Erdmann) 0211-5692165 (Erdmann/Fax) und
0211-93443-0 (Gemeindeamt der Lutherkirche)


Das LutherRatten-Buch "Denn sie wissen nicht, was sie glauben" und die CDs können bei Jürgen Erdmann erworben werden!
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